Das Ortgangblech – die Metallabdeckung an der seitlichen, geneigten Dachkante – schützt den Dachrand vor Wind, Regen und Feuchtigkeit und sollte erneuert werden, sobald es durchgerostet, verformt oder undicht ist. Der Ortgang, also der seitliche Abschluss eines geneigten Daches am Giebel, ist einer der am stärksten dem Wetter ausgesetzten Bereiche des Daches. Versagt die Verblechung dort, kann Wasser in die Dachkonstruktion eindringen. Dieser Ratgeber erklärt, was der Ortgang ist, welche Funktion das Ortgangblech hat, wann eine Erneuerung fällig wird und wie sich Blech und Ziegel als Material unterscheiden. Für die fachgerechte Ausführung ist ein Spenglereibetrieb zuständig – einen passenden Dachdecker-Fachbetrieb finden Sie über unser Portal.
Was ist der Ortgang?
Der Ortgang ist die seitliche Abschlusskante eines geneigten Daches – die schräg verlaufende Kante am Giebel, dort wo die Dachfläche seitlich endet. Er verläuft von der Traufe, also der unteren Dachkante, bis zum First, dem oberen Dachabschluss. Während die Traufe waagrecht liegt, steigt der Ortgang mit der Dachneigung an.
Dieser Randbereich ist konstruktiv heikel, weil hier die Dachfläche endet und die darunterliegende Holzkonstruktion besonders geschützt werden muss. Genau diese Aufgabe übernimmt das Ortgangblech: eine Verkleidung aus Metall, die den Übergang abdichtet und die Kante vor Witterung bewahrt.
Funktion des Ortgangblechs
Das Ortgangblech ist eine Spenglerarbeit, die den Dachrand seitlich abschließt und gleich mehrere Aufgaben erfüllt. Es sorgt dafür, dass Regen sicher abgeleitet wird und kein Wasser hinter die Dachkante oder unter die Eindeckung gelangt.
Die wichtigsten Funktionen im Überblick:
- Windsogschutz: Am Ortgang greift der Wind besonders stark an. Das Blech hält die Eindeckung nieder und verhindert, dass Ziegel bei Sturm angehoben oder abgedeckt werden.
- Feuchtigkeitsschutz: Es dichtet den seitlichen Dachabschluss ab und schützt die darunterliegende Holzkonstruktion vor eindringendem Wasser.
- Sauberer Abschluss: Es verkleidet die Stirnseite der Dachlattung und ergibt eine saubere, dauerhafte Kante.
Info-Box: Warum der Ortgang so beansprucht wird. Als äußerste Dachkante am Giebel ist der Ortgang Wind und Schlagregen von zwei Seiten ausgesetzt. Deshalb ist gerade hier eine dichte, sturmfeste Verwahrung entscheidend – kleine Undichtigkeiten führen mit der Zeit zu Feuchteschäden am Holz.
Wann muss das Ortgangblech erneuert werden?
Ein Ortgangblech hält viele Jahre, ist aber nicht für die Ewigkeit gemacht. Erneuern sollten Sie es, sobald es seine Schutzfunktion nicht mehr zuverlässig erfüllt. Typische Anzeichen sind:
- Rost und Korrosion: Durchrostungen an Stahlblechen sind ein klares Signal – dort dringt bereits Wasser ein oder wird es bald.
- Undichte Stellen: Feuchte Flecken, Wasserspuren an der Innenseite des Giebels oder aufgequollenes Holz deuten auf ein undichtes Blech hin.
- Verformungen und lose Bleche: Nach Stürmen können Bleche verbogen, gelöst oder abgerissen sein.
- Alter und Materialermüdung: Poröse, brüchige oder sich ablösende Beschichtungen zeigen, dass die Lebensdauer erreicht ist.

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Wird ein defektes Ortgangblech zu lange belassen, kann Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion eindringen und dort zu Fäulnis und teuren Folgeschäden führen. Eine rechtzeitige Erneuerung ist daher deutlich günstiger als das Sanieren eines durchfeuchteten Dachrands.
Material: Blech oder Ziegel am Ortgang?
Für den seitlichen Dachabschluss gibt es zwei gängige Wege – die Blechverwahrung und den speziellen Ortgangziegel. Beide erfüllen ihren Zweck, unterscheiden sich aber in Optik und Anwendung.
Das Ortgangblech wird individuell an die Dachkante angepasst und eignet sich für nahezu jede Dachform. Es ist die flexible, dichte Lösung und lässt sich farblich an das Dach anpassen. Gängige Materialien sind verzinkter oder beschichteter Stahl, Aluminium, Titanzink und – bei hochwertigen Dächern – Kupfer.
Der Ortgangziegel ist ein speziell geformter Randziegel, der den seitlichen Abschluss übernimmt und optisch nahtlos zur Ziegeleindeckung passt. Er wird vor allem bei klassischen Ziegeldächern verwendet.
| Kriterium | Ortgangblech | Ortgangziegel |
|---|---|---|
| Material | Metall (Stahl, Zink, Alu, Kupfer) | passender Randziegel |
| Optik | technisch, farblich anpassbar | einheitlich zur Ziegeldeckung |
| Anwendung | fast jede Dachform | klassische Ziegeldächer |
| Ausführung | Spenglerarbeit | Deckerarbeit |

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Die Erneuerung als Spenglerarbeit
Das Erneuern eines Ortgangblechs gehört in die Hände eines Spenglers, weil das Blech passgenau zugeschnitten, gekantet und sturmfest verwahrt werden muss. Der Betrieb entfernt zunächst das alte Blech, prüft die darunterliegende Holzkonstruktion auf Schäden und setzt anschließend die neue Verblechung dicht und fachgerecht ein.
Weil die Arbeit an der Dachkante in der Höhe und oft in Kombination mit weiteren Verblechungen erfolgt, lohnt es sich, den Zustand von Traufblech, Kaminverwahrung und Dachrinne gleich mitprüfen zu lassen. Die fachgerechte Ausführung übernimmt ein Betrieb im Rahmen der Bauklempnerei und Spenglerei.
Häufige Fragen zum Ortgangblech
Der Ortgang ist die seitliche, geneigte Abschlusskante eines Daches am Giebel – die schräge Kante, die von der Traufe bis zum First verläuft. Dort endet die Dachfläche seitlich und muss besonders vor Witterung geschützt werden.
Das Ortgangblech dichtet den seitlichen Dachabschluss ab, schützt die Holzkonstruktion vor Feuchtigkeit und hält die Eindeckung bei Wind nieder. Es sorgt so für einen sturmfesten, wasserdichten Dachrand.
Sobald es durchgerostet, verformt, lose oder undicht ist. Feuchte Flecken am Giebel, Rost oder nach einem Sturm verbogene Bleche sind klare Anzeichen. Wird zu lange gewartet, drohen Feuchteschäden an der Dachkonstruktion.
Beide erfüllen denselben Zweck. Das Ortgangblech ist flexibel, für fast jede Dachform geeignet und farblich anpassbar. Der Ortgangziegel passt optisch nahtlos zu einem Ziegeldach. Die Wahl hängt von Dachform und gewünschter Optik ab.
Das Erneuern ist eine Spenglerarbeit. Ein Spengler schneidet und kantet das Blech passgenau und verwahrt es sturmfest. Viele Dachdeckerbetriebe bieten Spenglerarbeiten mit an.
Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus dauert die Erneuerung eines Ortgangblechs meist ein bis zwei Arbeitstage, abhängig von der Länge der Dachkante und dem Zustand der Unterkonstruktion. Muss zusätzlich morsches Holz ausgetauscht werden, verlängert sich die Arbeitszeit entsprechend. Ein Gerüst wird dafür in der Regel nur kurzfristig benötigt.
Den Dachrand rechtzeitig sichern
Das Ortgangblech ist ein kleines Bauteil mit großer Wirkung: Es hält den seitlichen Dachrand dicht und sturmfest. Prüfen Sie den Ortgang regelmäßig auf Rost, Verformungen und undichte Stellen – besonders nach Stürmen. Zeigen sich Schäden, sollten Sie die Verblechung zeitnah erneuern lassen, bevor Feuchtigkeit die Konstruktion angreift. Einen Betrieb für die fachgerechte Spenglerarbeit können Sie über unser Portal finden.